Psychomotorik

Psychomotorik umfasst als grundlegendes und ganzheitliches Angebot zur Entwicklungsförderung die Beziehung zwischen geistig-seelischen Prozessen und dem körperlich-motorischen Bereich.

 

Wahrnehmung und Motorik bilden die Grundlage für jede Entwicklung. Die beiden Bereiche sind eng miteinander verknüpft und zeigen eine wechselseitige Verbindung sowohl zum psychischen Erleben als auch zum kognitiven Lernen.

 

Psychomotorik sieht das Kind im Mittelpunkt des Denkens und Handelns. Ziel dieses spezifischen Angebotes ist, die Handlungsfähigkeit des Kindes über die Ich-, Sach- und Sozialkompetenz zu verbessern.

Dazu gehören die Stärkung des Selbstwertgefühls, Förderung der motorischen Fähigkeiten, Umgang mit verschiedenen Materialien, vielfältige Erfahrungen im Sozialbereich.

Schwierigkeiten in der Grob- und Feinmotorik sowie Probleme des Kindes mit sich selbst und im Umgang mit seiner personalen und dinglichen Umwelt werden in der Psychomotorik bearbeitet. Zudem werden die Kinder in ihren eigenen Fähigkeiten gestärkt und in der Entwicklung von Selbstvertrauen unterstützt.

 

Psychomotorik wird als Methode angeboten für Kinder mit Bewegungsauffälligkeiten, Bewegungsmangel, Entwicklungsverzögerungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten z.B.:

Kinder, die

  • in ihren Bewegungen ängstlich oder gehemmt erscheinen
  • wenig Selbstbewusstsein zeigen
  • motorisch unruhig sind
  • Konzentrationsschwierigkeiten haben
  • in ihren Bewegungen ungeschickt erscheinen, schnell stolpern, sich oft anstoßen
  • Lernschwierigkeiten haben
  • Wahrnehmungsstörungen zeigen
  • Probleme haben in der Regel- und Sozialkompetenz
  • in ihrer Bewegung aufgrund von Erkrankungen oder Behinderungen eingeschränkt sind